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Endlich wieder gesiegt

Bei frühlingshaften Temperaturen und strahelndem Sonnenschein starteten wir mit dem Teambus nach Nossen zum vorletzten Spieltag um dort ein paar Pünktchen einzuheimsen.

In der Halle angekommen, begrüßten uns das aufgebaute Großfeld, 2 sich erwärmende Teams und eine noch stillstehende Trommel.

Punkt 14 Uhr pfiffen wir das Spiel Lok Nossen gegen Ethos Riesa an. In der 4 Satz andauernden Partie konnten wir die Gegner schon mal genau unter die Lupe nehmen und uns eine Strategie zurecht legen. Das Spiel endete mit 3:1 für Lok Nossen.

An dieser Stelle schon einmal ein dickes Dankeschön an Thomas, der uns sowohl beim Schiedsgericht als auch als Trainer unterstütze.

Nun waren wir an der Reihe.

Üblicherweise brauchen wir den ersten Satz um uns „zu finden und wach zu werden“, so hinken wir meist mit einem Rückstand hinterher. Doch heute war es anders und wir legten direkt los, waren munter, aufmerksam, einfach spielbereit.

Gut platzierte Aufschläge brachten die Annahme der Nossener gleich zu Beginn ins Wanken, starke Blockaktionen und druckvolle Angriffe fanden ihr Ziel im gegnerischen Feld. Beim Stand von 11:14 wollte sich Nossens Trainer mit seinen Mädels besprechen und nahm die erste Auszeit. Die Unterbrechung hat unseren Rhythmus vollkommen gestört und wir verloren 6 Punkte in Folge. Zeit für unsere erste Auszeit (14:17). Nun begann die Aufholjagd und wir setzen die Anweisung unseres Trainers, volles Risiko zu gehen und ausschließlich mit druckvollen Angriffen zu arbeiten, um. Die Risikobereitschaft wurde belohnt und wir kämpften uns Punkt um Punkt zurück ins Rennen – übernahmen sogar kurzzeitig die Führung. Es folgte erneut die Auszeit vom Gegner bei 18:20. Beim Ausgleich 20:20 nutzten auch wir unsere letzte Besprechungspause. Ab jetzt hieß es durchhalten und alles geben. Mit der nötigen Durchschlagkraft, pfiffigen gelegten Bällen, dem Mut einen Ball des Gegners knapp ins Aus springen zu lassen, mit halsbrecherischen Rettungsaktionen und mit präzisen Aufschlägen konnten wir die Nossener Mädels gehörig unter Druck setzen. Nur gelang das den Damen ihrerseits auch mit uns. Ein sehr harter aber sehenswerter Kampf ging nach langen 28 Minuten und 28 Punkten letztendlich an Nossen. (28:26).


Nach dem Seitenwechsel saß uns nun das Nossener Publikum mit lautstarken Anfeuerungsrufen und der Kraft der Trommel im Nacken. Es lag eine gewisse Stadionathmosphäre in der Luft.

Nichtsdestotrotz starteten wir wieder mit klaren Aktionen in den Satz und zwangen den Gegner beim Stand von 3:6 zur ersten Auszeit. Dies brachte uns allerdings in Schwierigkeiten und es schlichen sich ein paar Fehler ein. Wir unterbrachen das starke Aufspielen der Nossener mit einer Auszeit unsererseits. (8:9). Zurück auf dem Feld, machten wir Gebrauch von unserer einzigen möglichen Wechseloption – um unseren lahmenden Kapitän eine Pause zu gönnen und v.a. aber um die Annahme und Abwehr durch unsere heute auf der Außenpositon spielende Libera zu verstärken. Dies gelang uns auch gut, nur machten die Gegner gefühlt zwei Punkte während wir nur einen erzielten. Auszeit Nossen bei 17:15 und DSSV bei 19:22. Trotz genialer Blockationen, geringer Fehlerquote und zielgenauer Angriffe rannten wir Nossen hinterher und der Satz endete für uns mit 20:25.


Satz 3 begann denkbar schlecht mit einer absoluten Fehlentscheidung des Schiedsgerichtes zu Gunsten Nossens. Die Gemüter waren erhitzt und mussten wieder auf Normaltemperatur gedrosselt werden. Das gelang uns gut, denn wir gingen knapp in Führung. Die Reaktion des Gegners ließ nicht lang auf sich warten – Auszeit (7:9). Wir vollzogen wieder eine Auswechslung und Nossen schaffte es uns unter Druck zu setzen und zu Fehlern zu zwingen. Beim Stand von 12:15 benötigten wir eine Besprechungspause, wechselten zurück und weiter ging es. Mit klaren Aktionen holten wir uns den Ausgleich 17:17, was dem Nossener Trainer gar nicht gefiel. Motiviert ging es zurück aufs Feld – wollten wir uns doch diesen Satzsieg erspielen. Vielleicht etwas zu verkrampft, gingen 3 Punkte in Folge verloren. Wir nutzten unsere letzte Auszeit um noch einmal einen klaren Kopf zu bekommen.

Leider nütze es nichts und die Nossener Damen hatten den längeren Atem, härtere Angriffe und das bessere Auge. Nach umkämpften 25 Minuten verloren wir 19:25 und damit 0:3.

Schlussendlich war es ein Spiel auf hohem Niveau. Leider ist es nur eine 0:3 Niederlage geworden, dennoch gehen wir erhobenen Hauptes vom Spielfeld.Wir waren jederzeit angriffslustig, kreativ im Angriff, Annahmestark, laut, motiviert und nicht zuletzt etwas gedopt durch unsere neuen Errungenschaften von Foodspring ;)

Nach der Niederlage gegen Nossen hieß es Kopf hoch, Kräfte sammeln (hier gilt der Dank foodspring) und die Analyseergebnisse aus der vorangegangenen Spielbeobachtung auswerten. Der zweite Gegner an diesem Tag für uns: Ethos Riesa.

Vor dem Spiel mussten wir notgedrungen die Taktik etwas verändern und Spieler umstellen. Nach dem Anpfiff stellte sich auch gleich heraus, dass dies genau die richtige Entscheidung war. Wir starteten souverän in den ersten Satz hin und konnten uns ein kleines Punkte-Polster erarbeiten. So zwangen wir Ethos beim Stand von 17:10 zur ersten Auszeit, welche leider auch gleich von Ethos genutzt wurde. Das Polster wurde immer schmaler, jedoch trübte dies unsere Stimmung nicht. Da wir es leider gern spannenden mögen ließen wir den Gegner bis auf zwei Punkte ran und konnten den ersten Satz mit 25:23 für uns verbuchen.

Motiviert und mit guter Lauen starten wir in den zweiten Satz. Dieser verlief recht ausglichen auf beiden Seiten, jedoch hatten wir immer zwei bis drei Punkte Vorsprung. Diesen konnten wir in die heiße Phase des Spieles  mitnehmen und uns ab Ende vom Gegner durch eine Aufschlagsserie absetzen. Auch diesen Satz nahmen wir mit 25:18 nach Hause.

Nun freuten wir uns auf den dritten Satz, alle in der Hoffnung mal nur ein 3-Satz-Spiel  zu spielen. Jedoch vergaßen wir, dass Ethos erfahrungsgemäß im dritten Satz Aufwind bekommt. Und so kam es auch… Gezwungenermaßen mussten wir die erste Auszeit bei 9:13 nehmen. Wachgerüttelt vom Trainer stellten wir uns wieder aufs Feld und spielten wieder Volleyball. So schafften wir es den Rückstand aufzuholen und Ethos sogar zu überholen. Nun startete ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen beiden Mannschaften. Doch Ethos lag im Vorteil, da sie stets ein zwei Punkte Vorsprung hatten und zum Schluss mit einer Aufschlagsserie den Satzgewinn (23:25) komplett machten.

Wir ließen uns vom Ergebnis des dritten Satzes nicht einschüchtern und starteten siegessicher in den vierten Satz. Wir begannen auch diesen Satz wieder ausglichen, bis Ethos anfing sich von uns absetzten zu wollen. Mit einer Auszeit unsererseits bei einem Stand von 8:11 konnten wir den Lauf von Ethos unterbrechen und uns wieder auf das wesentlich konzentrieren. Danach folgte eine wahnsinnige Aufschlagsserie von Elise. So konnten wir mit einmal 15 Punkte auf uns Konto verbuchen. Damit war der Sack mit 25:14 zu und wir fuhren glücklich mit 3 Punkten in der Tasche wieder nach Hause. ...

Anke und Susi