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Das Auf und Ab des ersten Spieltags

Für den ersten Spieltag der Saison ging es am vergangenen Samstag nach Naundorf. Dort erwarteten uns der SV Traktor Naundorf, Bezirksliga-Absteiger der Vorsaison, sowie der SV Motor Mickten III.

Unser Ziel war es natürlich, am Ende des Tages 6 Punkte mit nach Hause zu nehmen. Allerdings war uns auch klar, dass dieses Ziel recht optimistisch war – schließlich hatte sich im Vergleich zur letzten Saison einiges verändert und wir standen zum ersten Mal in dieser Konstellation bei einem Punktspiel auf dem Feld.

Nach spaßigem Geplauder und ausgiebiger Erwärmung waren wir bereit für die erste Runde – das Spiel gegen den SV Traktor Naundorf.
Der erste Satz begann unerwartet gut – nur leider nicht für uns, sondern für den SVN. Nach einigen Unsicherheiten in der Annahme sowie fehlenden Angriffserfolgen rannten wir schnell einem Rückstand hinterher. 1:7, 5:19…  eieiei, so hatten wir uns das nicht vorgestellt. Jede hatte mit sich zu tun. So wurde es ein sehr „krampfiges“ und von Unsicherheit geprägtes Spielen. In der Auszeit beim Stand von 5:19 versuchten wir, einen klaren Kopf zu bekommen und uns nochmal daran zu erinnern, dass wir doch eigentlich Volleyball spielen können. Das klappte dann plötzlich auch ganz gut. Nach 2
Aufschlagserien und etwas selbstbewussterem Auftreten konnten wir uns noch einmal heran spielen. Leider kam diese Spätzündung wirklich zu spät und der Satz ging mit 20:25 an den Gegner. Nun gut, dann wollten wir eben im zweiten Satz richtig anfangen. Gesagt, getan.

Nach kurzen Nachwehen des ersten Satzes gelang es uns v.a. durch gute Aufschläge und Kampfgeist, einen ordentlichen Vorsprung raus zu spielen. Bei einem Stand von 22:14 war das Ding eigentlich schon geritzt. Aber eben nur eigentlich. Denn der SVN schaffte es noch einmal, uns ordentlich unter Druck zu setzen und kam bisauf 23:21 ran. Das Annehmen hatten wir kurzzeitig verlernt und auch im Angriff war es wie verhext. Dennoch gelang es uns, die „Arschbacken zusammen zu kneifen“ und den nächsten Satzverlust abzuwenden. 25:21 zeigte die Punktetafel am Ende des zweiten Satzes.

Mit wieder gewecktem Siegeswillen starteten wir in den dritten Satz. Aber irgendwie wollten uns die ersten Aktionen auch in diesem Satz nicht gelingen. 4:9, das sollte wohl schon wieder nach hinten losgehen? Nicht mit uns! Wieder brachten uns zwei Aufschlagserien und gute Abwehraktionen in Führung. Dadurch wurde unser Spiel zwar nicht souverän, aber definitiv wieder selbstbewusster. Mit 25:22 konnten wir den Satz für uns entscheiden.

Nun wollten wir natürlich alles daran setzen, auch den vierten Satz und somit das Spiel zu gewinnen. Aber wir wackelten, wurden wieder unsicher und konnten unsere Leistung des vorangegangenen Satzes nicht mehr abrufen. 9:14, 12:19…wir rannten über den gesamtem Satz einem Rückstand hinterher, den wir nicht mehr aufholen konnten. Mit 18:25 ging der Satz an den SVN. Gut, dann holen wir uns den Sieg eben im Tie-Break – so unsere Vorstellung. Schnell wurden wir auf das Parkett der Tatsachen zurückgeholt. Bei einem 1:8 war der Zug so gut wie abgefahren für uns. Dennoch konnten wir uns noch einmal aufraffen und durch gute Aktionen in Abwehr und Angriff auf 10:13 verkürzen. Letztendlich reichte das aber nicht mehr und wir mussten den Damen des SVN nach einem 11:15 im fünften Satz zum Sieg gratulieren.

Die Enttäuschung war da, denn ein Sieg wäre definitiv drin gewesen. Aber die Oberhand gewann relativ schnell die Vorfreude auf das nächste Spiel gegen den SV Motor Mickten.

Während wir das zweite Spiel des Tages pfiffen, spähten wir den nächsten Gegner aus und machten uns kurz darauf bei schummriger Beleuchtung in der Halle ans Werk.

Mit ein paar Ideen im Kopf starteten wir in den ersten Satz. Es fiel uns schwer wieder in die Gänge zu kommen. Nach ein paar klaren Spielzügen im Angriff und im Block setzten wir uns mit 3 Punkten nach vorn und zwangen MoMi zur einer Auszeit bei Stand von 15:18. Durch eine starke Aufschlagserie unseres Kapitains konnten wir uns, in Kombination mit gezielten Netzaktionen, den Satzball erarbeiten. Während MoMi noch eine Auszeit bei 19:24 nutzen wollte, brachten wir den folgenden Ball im Feld unter und gewannen Satz 1.

Motiviert starteten wir in den zweiten Satz und gingen durch eine starke Aufschlagserie von Nancy, platzierte Angriffe und geschickt gelegte Bälle direkt mit 10:3 in Führung. MoMi brauchte eine Verschnaufpause und nahm eine Auszeit. Anschließend fanden die Aufschläge von Susi – 5 am Stück – den Weg ins Feld und brachten uns weiter in Führung, dem Satzende näher. In dem insgesamt sehr aufschlaglastigen Spiel hatte nun auch MoMi etwas Glück, bzw. schwächelten wir in der Annahme Wir forderten nun etwas Flexibilität von uns und stellten spontan auf dem Feld um. Wir tauschten die Zuständigkeit von Zuspieler und Diagonalangreifer um ein anderes Bild in der Annahme zu haben. Leider brachte uns das nicht den gewünschten Erfolg. Also benötigten wir nun die Auszeit und bekamen eine Ansage vom Trainer beim Stand von 15:9. Danach lief es wie am Schnürchen und Nadine brachte eine variable Aufschlagserie aufs Parkett (insgesamt 9). Wir bekamen noch eine Auszeit durch MoMi geschenkt – 9:20. Ohne uns durch die Unterbrechung beirren zu lassen, zogen wir unseren Stiefel durch – nur der letzte Punkt wollte nicht ganz freiwillig auf unsere Seite der Punktetafel kommen. Wir gewannen mit 25:12.

Satz drei war mit 16 Minuten der schnellste des Tages. Wir gingen früh in Führung. Die Aufschlagserie (insgesamt 9) unseres Kapitains brachte die Annahme der Gegner ein ums andere mal mehr ins Wanken. Zusätzlich konnten wir unsere körperliche Überlegenheit (Größe) nun sehr gut ausnutzen, starke Blockaktionen und harte Angriffsschläge über den gegnerischen Block gab es nun in aller Vielfalt. Zwei Auszeiten von MoMi, 2;10 und 4:18 brachten uns nicht aus dem Konzept. Jedoch die Aufschläge. Wir stellten erneut unsere Flexibilität auf die Probe. Leider hatte in diesem Moment kein Angreifer den nötigen Biss und wir gaben 6 Punkte in Folge ab. Schlussendlich haben wir uns noch einmal aufgerappelt und gewannen mit 25:16.

Nach 54 Spielminuten konnten wir den ersten 3:0 Sieg seit... laaaaaaangem... verbuchen.


Es spielten:

Im Zuspiel+Diagonal Elise und Susi, im Mittelblock Susan, Nancy, Lilly und Friedi, im Außenangriff Nadine und Anke und unser Libero Vroni.

4 von 6 möglichen Punkten sind für den ersten Spieltag eine gute Ausbeute. Natürlich streben wir das beste Ergebnis an und wollen uns am 24.11. die nächsten Punkte holen.

Der Spieltag hat uns aufgezeigt woran wir im Training arbeiten müssen. Die Motivation und der Einsatz stimmen schon mal, das Maß an Flexibilität werden wir noch erhöhen und die aufgezeigten „Baustellen“ bearbeiten wir.

Wir freuen uns schon auf das nächste Spiel.

ZACK – BOOOOOOOOOOOOMMMMMMMM!!!