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Unsere U14 Mädels holen sich den 8. Platz bei der Deutschen Meisterschaft.

Das Wochenende 18./19.Mai wurde zum Saisonhöhepunkt für unsere U14 Mädels. Mit dabei waren Johanna, Lena, Lara, Annalena, Laura, Elli, Lea, Cosima, Lilli, Sina und Joey unter der sportlichen Leitung von Katja und Jürgen. Sie belegten einen hervorragenden 8. Platz bei der Deutschen Meisterschaft in Mauerstetten und belohnten sich damit für eine großartige Saison.

Wir reisten bereits am Freitag in Richtung Mauerstetten und bezogen unser Quartier auf einem Bauernhof in der Nähe der Spielstätten. Hier konnten die Mädels noch einmal die Seele baumeln lassen, bevor es am Samstag dann so richtig losgehen sollte. Für die meisten von uns war es das erste Mal bei der Nationalhymne auf dem Parkett zu stehen, schon dies war die lange Reise wert.

Qualifiziert hatten sich 16 Mannschaften aus ganz Deutschland, um die beste Mannschaft in dieser Altersklasse auszuspielen. Wenn nicht einmalig dann doch mit Sicherheit sehr selten, traten diesmal 2 Mannschaften aus einer Stadt an, nämliche der DSC und der DSSV aus Dresden. Dies war auch dem Hallensprecher bei der Eröffnung eine Erwähnung wert.

Es wurde in 4 Vorrundengruppen in zwei Sporthallen auf insgesamt 4 Feldern gespielt.

Wir mussten zuerst gegen die SG Zepernick ran. Für uns gingen zuerst Lilli, Lea, Johanna und Joey aufs Feld. Das Spiel verlief auf Augenhöhe und keine der beiden Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen. Jedoch beim Spielstand von 10:11 machten unsere Mädels hintereinander 7 Punkte und sorgten damit für die Vorentscheidung im 1. Satz. Am Ende stand es 25:18 für uns. Das war ein Start nach Maß. Mit dem Satzerfolg im Rücken legten unsere Mädels gleich nach, kassierten jedoch nach einer 8:5 Führung 6 gegnerische Punkte in Folge. Eine Auszeit und ein Wechsel brachte uns wieder die nötige Sicherheit und wir zogen über die Zwischenstände 12:11 und 19:14 davon und gewannen auch den 2. Satz ungefährdet mit 25:18. 

Ähnlich gut aufgelegt ging es nach einer kurzen Pause gegen die SVG Lüneburg weiter. Unser Team fand öfter als der Gegner die richtigen Mittel und setzte sich Punkt um Punkt ab und gewann den 1. Satz mit 25:19. Wir ließen uns von der eingeschlagenen Richtung nicht abbringen und konnten nach einem Zwischenspurt von 10:9 auf 16:9 enteilen. Wir spielten den Satz souverän zu Ende und siegten mit 25:17.

Nach etwas Mathematik für Fortgeschrittene war klar, dass wir nur noch einen Satz in unserem letzten Vorrundenspiel brauchten, um uns als Gruppenerster direkt für das Viertelfinale zu qualifizieren. Dort hieß der Gegner Biedenkopf Wetter. Wir spielten wie in den zwei vorangegangenen Spielen einen super Volleyball und konnten uns stetig von unserem Gegner absetzen. Biedenkopf machte es uns aber nicht leicht. Wir mussten um jeden Punkt hart kämpfen, fanden aber immer wieder die Mittel den Ball im gegnerischen Feld zu versenken. Mit insgesamt 19 direkten Punkten aus Aufschlag, Angriff und Block erkämpften wir uns den 25:18 Satzerfolg. In der Satzpause kahmen wir nicht umhin den Mädels die freudige Mitteilung zu machen, dass wir im Viertelfinale stehen. Dies ließ leider die Konzentration im 2. Satz etwas sinken und trotz Kampf verloren wir am Ende mit 20:25. Den 3. Satz mussten die Mädels ohne Joey, die vollkommen ausgepowert auf der Bank liegen musste, ran. Nachdem wir uns leicht mit 11:9 absetzen konnten, machte der Gegner 5 Punkte in Folge und holte sich reichlich Satzbälle. Aber davon ließ sich das Team nicht beeindrucken und kämpfte sich zurück und hatte bei 16:15 selbst einen Spielball. Am Ende ging der Satz mit 18:20 verloren. Trotz des verlorenen Spieles waren alle überglücklich sich als Gruppenerster direkt für das Viertelfinale qualifiziert zu haben. Damit ging für uns der 1. Turniertag zu Ende und es ging zurück zu Kuh, Pferd, Huhn, Katze und Tretauto.

Über ein Zwischenrundenspiel qualifizierte sich auch der DSC für dieses Viertelfinale und damit kam es zum altbekannten Stadtderby. Ehrlich gesagt hätten wir lieber gegen einen anderen Gegner gespielt.

Am Sonntagmorgen war es also soweit. Da der 3. Platz bei diesem Turnier nicht ausgespielt wird, erhält automatisch der Sieger dieser Partie die Bronzemedaille, also eine einmalige Chance auf Treppchen zu kommen. Hochmotiviert aber etwas verkrampft gingen wir in den 1. Satz. Schnell lagen wir nach einfachen Fehlern mit 7:1 zurück. Danach war das Spiel ausgeglichen, aber wir schafften es nicht uns entscheidend heran zu kämpfen und am Ende hieß es 18:25.

Ähnlich unglücklich starteten wir in den 2. Satz. Hier kamen wir jedoch im Laufe des Satzes besser ins Spiel und lagen zwischenzeitlich mit 18:15 in Führung. Die trainierten Mechanismen funktionierten. Beim Stand von 20:17 gaben wir jedoch 4 Punkte in Folge ab. Nach zwei Aufschlagfehlern und zwei sehr umstrittenen Entscheidungen gegen uns mussten wir uns am Ende mit 23:25 geschlagen geben. Danach war die Trauer und die Niedergeschlagenheit bei Spielern und Trainern groß. Wir hatten die Hand schon nach der Bronzemedaille ausgestreckt, aber es sollte halt nicht sein. Damit war der ganz große Traum ausgeträumt – Schade.

Im nächsten Spiel mussten wir gegen den Turnierausrichter Mauerstetten ran. Hier ging es darum, ob wir um Platz 5/6 oder 7/8 am Ende spielen. Die Konzentration in diesem Spiel war nachvollziehbar nach dieser Enttäuschung nach vollständig da. Es schlichen sich einige Fehler in unser Spiel ein und so mussten wir uns im 1.Satz mit 15:25 geschlagen geben. Im 2. Satz konnten wir das Spiel sehr lange offen gestalten. Erst beim Spielstand von 18:19 mussten wir 5 Punkte in Folge hinnehmen. Die Mädels bewiesen noch einmal Kampfgeist und wehrten 3 Satzbälle ab. Am Ende hieß es trotzdem 21:25.

Im Spiel um Platz 7 und 8 trafen wir wieder auf die Mannschaft aus Biedenkopf Wetter. Unsere Mädels fanden in diesem Spiel zu ihrer Spielfreude und Spaß zurück. Die Trainer gaben nun auch den Spielern, die bis jetzt nicht so viele Spielanteile hatte ihre Chance. Am Ende verloren wir zwar mit 16:25 und 22:25, aber besonders das Auftreten im 2. Satz stimmte uns versöhnlich, denn hier zeigten sie noch einmal Moral und spielten einen schönen Volleyball.

Nach 2018 so konnte der DSSV auch dieses Jahr auf nationaler Ebene eine Duftmarke hinterlassen. Für einen eher kleinen Verein mit einer sehr kurzen Vita im Nachwuchsbereich ein toller Erfolg. Am Montag ging es dann wieder zurück in die Heimat, wo wir die Mädels wohlbehalten und glücklich wieder an ihre Eltern zurückübergeben haben.

Am Ende holte sich der SC Schwerin den Meistertitel vor dem RC Borken Hoxfeld. Der DSC holte sich neben dem VC Wiesbaden die Bronzemedaille.

 

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ausdrücklich beim Verein für seine finanzielle Unterstützung bedanken. Ein großer Dank gilt auch den mitgereisten Eltern, die uns stets unterstützt haben sowie den zu Hause gebliebenen Unterstützern an den Smartendgeräten.

Der größte Dank gilt jedoch unserem Team, dass sich die ganze Saison voll reingehängt hat und besonders in der Vorbereitungsphase auf die DM andere Dinge hintenangestellt hat. Ich kann nur sagen: „Mädels ihr habt Großes vollbracht und ihr könnt total stolz auf Euch sein“ und mögen euch diese Tage bei der Deutschen Meisterschaft ewig in Erinnerung bleiben.

 

An dieser Stelle sei noch eine persönliche Bemerkung als Trainerin erlaubt. Ich habe diese Mannschaft vor 5 Jahren übernommen. Da wart ihr alle noch sehr klein und an Volleyball in seiner eigentlichen Form war eher noch nicht zu denken. Ihr habt euch in den letzten Jahren toll entwickelt, nicht nur volleyballtechnisch sondern auch als Menschen. Danke, dass ich euch in dieser Phase begleiten durfte. Mein großes Ziel war es einmal bei einem richtig großen Turnier dabei zu sein. Das größte ist in dieser Altersklasse die Deutsche Meisterschaft und wir waren dabei. Und wir waren nicht nur dabei - wir haben um die vorderen Plätze mitgekämpft. Dafür vielen vielen Dank. Jetzt ist es Zeit euch in andere Hände zu übergeben und wieder mit den "Kleinen" anzufangen. Mögt ihr immer an diese schöne Zeit zurückdenken und eure erste Volleyballtrainerin nicht vergessen.

Eure Trainerin Katja

 

Jürgen Rudert