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Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei …

Am Sa den 16.04. hieß es zum letzten Mal in der Saison 2010/11 Punktspieltag für die Herren vom DSSV II.
Der aktuelle Tabellenzweite Freital hatte in die heimische Halle am Berufsschulzentrum geladen. Nach einem lustigen Frühstück bei Jan, der sich als Gastgeber diese Saison mehrfach auszeichnen konnte, ging es im kleinen Konvoi zur Halle.
Bei strahlendem Sonnenschein wartete Rene auf den Rest seines Teams, während andere es leider vorzogen das Wetter zu genießen und sich nicht in die Halle zu stellen. Ein bisschen Quasseln und dann ging’s ab zum Umkleiden.
Die gute Laune in der Kabine zeigte sich auch bei Einspielen und Einschlagen – es wurde herzlich gelacht und das machte Hoffnung auf ein entspanntes und damit gutes Spiel. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!
Von Beginn an verkrampft, unsicher und wenig durchschlagskräftig sollte die Gerbertruppe von Anfang an einem Rückstand hinterher rennen. Routiniert und sicher auftretende Freitaler nutzen konsequent jede Schwäche die der DSSV anbot. Unbewegliche Annahme, dadurch erschwertes und nicht immer präzises Zuspiel und daraus resultierend auch wenig Durchschlagskraft im Angriff ließen den ersten Satz in 11 Minuten vergehen. Ein deprimierendes 25:12 stand auf der Punktetafel und die Mienen der Forsythiensträssler wurden lang und länger.
„Leider“ hat man aber im Spiel keine Wahl und so sollte das Motto für den zweiten Satz Wiedergutmachung heißen. Freital agierte nun etwas weniger konstant und die Gäste fanden ein Wenig besser ins Spiel. Aus diesen beiden Tatsachen heraus entwickelte sich ein spannender Satz mit einer 2 Punkt Führung für die Herren von Trainerin Nici. 15:13 hieß es als die entscheidende Satzphase anbrach. Wie so oft in dieser Saison brachen genau in diesem Spielabschnitt einige Mannschaftsteile vollkommen ein. Keine konstante Annahme und Angst vor der eigenen Courage im Angriff … Und damit stand innerhalb weniger Spielzüge ein 16:20 zu Buche. Zwar konnten die Mannen um Jan Hentzschel noch einen kleinen Schlussspurt hinlegen aber zu mehr als einem 21:25 sollte es dennoch nicht langen.
Alles lamentieren, schön reden, aufrichten und philosophieren half Nichts – ein dritter Satz folgte wie immer und um im Spiel zu bleiben musste dieser zwingend gewonnen werden.
Also ab aufs Feld und losgespielt. Und schau da, da waren sie wieder unsere Probleme – wenig Bewegung in der Annahme – ein Zuspieler der nur noch reagieren konnte und Angreifer die gegen den gut positionierten Block der Gastgeber ihre liebe Mühe hatten.
Der Rückstand war von Anfang an da und konnte auch nicht abgebaut werden uns so hieß es am Ende verdient 3:0 für Freital und die Erkenntnis, dass der Wille allein manchmal nicht reicht.
 
Es galt nun die Niederlage zu verdauen, das Spiel Freital gg VC IV zu pfeifen und dann den einen, für den Klassenerhalt so wichtigen, Sieg gegen den VC holen.
Leider erwische auch das Schiedsgericht nicht den besten Tag und so gab es doch die ein oder andere Diskussion während des zweiten Spieles. Hinzu kam jede Menge Verletzungspech seitens des VC Dresden und so endete dieses Spiel mit 3:1 für die Gastgeber die damit ihren 2ten Tabellenplatz festigen konnten.
Für die DSSV – Herren hieß es nun die Konzentration hoch zu halten gegen die personell stark geschwächten VC’ler.
Inzwischen durch Martin Pfeil verstärkt begann man sich einzuspielen und einzuschlagen.
Trotz der Personalsorgen und den verletzungsbedingten Umstellungen konnten die erfahrenen Herren auf der anderen Seite immer wieder punkten und so blieb auch dieser erste Satz lange ausgeglichen. Zur Satzmitte hin zeigte sich jedoch, dass die Veränderungen nicht spurlos geblieben waren und die II Herren des DDSV konnten sich mit 19:16 absetzen und den Satz letztendlich ungefährdet mit 25:20 für sich verbuchen. Der zweite Satz wurde ebenso konzentriert begonnen wie der erste geendet hatte und eine beruhigende 4 Punkte Führung war der Lohn. Die Truppe um Kapitän Jan verwaltete den Vorsprung clever und ließ sich auch von kleinen Unstimmigkeiten nicht aus dem Rhythmus bringen. Beim 20:11 wurden dann kleine Geschenke verteilt und der Gegner verwirrt. Diagonalspieler Sebastian Adler verließ das Feld für Zuspieler Martin und Peter konnte sich nun im Angriff beweisen. Am Ende zeigt das 25:17 dass auch diese Spielerkombination durchaus erfolgreichen Volleyball spielen kann und das Team auch mit personellen Veränderungen problemlos klar kommt.
Im dritten Satz stellte die kleineste Trainerin der Liga um und gab Martin die Chance sich von Anfang an zu beweisen. Sei es Nervosität, sei es ein kampfstarker VCD oder sei es eine zum wiederholten Male eine mit Unsicherheit reagierende Mannschaft – plötzlich stockte der Motor des DSSV und der VC konnte sich stückweise absetzen und spielte sich eine 12:7 Führung heraus. Verwunderung auf der Bank und leichte Verzweiflung im Trainerkopf ob der Entwicklung auf dem Feld. Da dies eigentlich der letzte Satz des Tages werden sollte, rief Trainerin Nici beim 16:21 zum Doppelwechsel. Andre für Martin und Peter für Basti sollten nochmal Schwung bringen und den Satz noch retten. Leider griff die Maßnahme nicht und man konnte nur den Pfiff des Schieris zum Seitenwechsel abwarten und den 20:25 verlorenen Satz verarbeiten.
Die ursprüngliche Aufstellung ging zu Beginn des 4ten auf das Feld und legte los wie die Feuerwehr. Über 3:1 zu 12:6 bis zum 17:10 dominierten die DSSV’ler in allen Elementen. Der angeschlagene Gegner war nun auch konditionell am Limit und leistete immer weniger Gegenwehr und so konnte nach 74 Minuten der 3:1 Sieg, der Klassenerhalt und auch das Ende der Saison 2010/11 gefeiert werden.
Man hatte es aus eigener Kraft geschafft – ein gutes Gefühl auch wenn das Wissen um die eigenen Schwächen viel Arbeit verheißt. Wie die Zukunft der II Herren aussehen wird steht in den Sternen aber nun werden die Schatten im kürzer und der Sand ruft einen Großteil der Spieler in die Bezirksserien des Dresdencup.
 
Ich möchte mich an dieser Stelle bei einigen Leuten bedanken. Die Reihenfolge sagt in diesem Fall nichts über die Wichtigkeit aus, denn jeder Spieler, jeder Fan und jeder Helfer waren diese Saison wichtig.
Ich danke Nici für die Geduld, die Trainings und die 10^9 Nervenzellen die sie uns zur Verfügung gestellt hat.
Ich danke Jan und allen anderen die Mannschaftsfrühstücke möglich und immer zu etwas besonderem gemacht haben.
Ich danke allen Spielern dass sie mich als Neuen so gut aufgenommen haben.
Ich danke allen Fahrern für den sicheren und stets lustigen Transport zu den Auswärtsspielen.
Ich danke allen Fans und Zuschauern die sich auch die grausigsten Szenen im Herrenvolleyball nicht entgehen lassen haben.
Und schlussendlich danke ich dem Team fürs zusammenraufen, nie aufgeben, kommunizieren, an sich arbeiten und nie die Hoffnung verlieren.
Es war eine Saison mit Licht und Schatten aber im Nachhinein waren alle Dinge wichtig für uns und mir hat es Spaß gemacht mit euch zu spielen.
 
Einen schönen und verletzungsfreien Sommer
vG PETER