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Eine Achterbahnfahrt zum Samstag

Am heutigen Samstag traf sich unser Team von DSSV II Herren, wie mittlerweile üblich, zu einem leckeren Frühstück in geselliger Runde. Unsere Trainerin stellte ihr Wohnzimmer zur Verfügung und wir genossen die letzten ruhigen Minuten vor den sehr abwechslungsreichen Stunden die noch folgen sollten.

Die geplante Abfahrt funktionierte tadellos und nach einigem Kampf mit der Technik fuhren wir tatsächlich in Richtung Nünchritz. Über Diesbar-Seußlitz, Me(h)rschwitz und Leckwitz ging es, auf dem angeblich schnellsten Weg, in die Wacker-Halle. Gute gelaunt in der Halle eingetroffen, stellten wir das Schiedsgericht für das Spiel SV Nünchritz gg Elbland Coswig. Spielerisch leider nicht auf dem erwartet hohen Niveau und deshalb bis zu Satz 3 immer spannend und auf Augenhöhe. Elbland aber mit viel Routine und Ruhe agierend schaffte es, die beiden knappen Sätze für sich zu entscheiden. In Satz drei dann das erwartet klare Bild und nach gefühlten 2 Stunden war die Auftaktpartie Geschichte.

Nun mussten wir zeigen, was in unser, aufgrund von Krankheit, Unistress und anderen Verpflichtungen dezimierten Truppe steckt. 

Was keiner so recht erwartet hatte gelang – wir starten furios und angeführt von Kapitän Jan und einem kämpferisch perfekt eingestellten Libero holten wir die Sätze 1 und 2 nach Hause. (25:23, 25:21)

Was folgen sollte ist weder zu erklären noch leicht zu vergessen.

In Satz drei wendete sich das Blatt, die Hausherren begannen ihre Feldabwehr zu stabilisieren und die II Herren begannen, allen voran der Zuspieler, langsam den Kopf zu verlieren. Die wenigen Wechseloptionen wurden von Trainerin Nicole Gerber gezogen, verpufften jedoch in ihrer Wirkung. Einzig der Libero und Marcus, auf der für ihn ungewöhnlichen AA Position, konnten Glanzpunkte setzen und so waren es auch diese beiden Akteure, die im 5ten Satz zu den wichtigsten Protagonisten für die Herren aus Dresden werden sollten. Zwei Sätze lang Ratlosigkeit, Ideenarmut und ein permanent „unglückliches Händchen“ führten in den alles entscheidenden Tiebreak.(19:25, 27:29)

Von Anfang bestimmten Kampf und Verteidigung das Geschehen. Nach einem anfänglichen 0:3 Rückstand und einer Auszeit lief das Spiel bis zum 6:6 ausgeglichen. Irgendwie gelang es den Gästen sich einen kleinen Vorsprung heraus zu spielen und so wurde beim 8:7 und eigenem Aufschlag gewechselt. Jörg, mittlerweile Regisseur der Truppe von der Forsythie, wurde beim Stand von 9:9 zugunsten des größeren Peters ausgewechselt und dieser konnte seine sinkende Formkurve in diesem Spiel leider nur bestätigen. Drei Bälle und drei Fehlentscheidungen – so schnell wie er gekommen war, ging er auch wieder.

 Allerdings zeigte sich in dieser heißen Phase des Spiels auch eine der größten Stärken der Mannen des DSSV – wenn es bei einem nicht klappt kommt ein anderer und dann geht’s weiter. Jörg zurück aufs Feld – gute Annahme, guter Pass und Punkt. So einfach kann es also sein. Marcus ging zum Aufschlag und Ruck – Zuck stand es 14:12 für uns. Wie soll es anders sein – nach dieser harten Serie von guten Aufschlägen geht auch mal einer daneben.

Unsere Trainerin raufte sich die Haare und wir konnten den Gerstensaft schon schmecken. Wiederum eine gute Annahme unseres Liberos und nach Zuspiel und Angriff hieß es 15:13 und 3:2 für die Gäste. Großer Jubel auf dem Feld, Erleichterung und Freude daneben. 2:06 Stunden freuen, hoffen und bangen hatten ein gutes Ende gefunden und die Revanche für die desolate Heimspielniederlage war gelungen.

Die folgende Pause war bitter nötig und jeder konnte sich ein bisschen zurück ziehen. Gegen 18.30 begann dann das letzte Spiel des Tages – das von allen herbeigesehnte Kräftemessen mit dem Klassenprimus.

Elbland Coswig – ungeschlagener Tabellenführer der Bezirksliga Dresden und mit bisher nur mit einem Satzverlust klarer Favorit – ging sofort hoch motiviert zu Werke. Die Siegertruppe aus dem ersten Spiel stand auf dem Platz und kämpfte aufopferungsvoll. Jedoch ist mitspielen nicht gewinnen und so hatten die Coswiger ein ums andere Mal das bessere Ende der Ballwechsel auf ihrer Seite. Ein 18:25 und die Erkenntnis „Hier geht was!“ waren das Ergebnis aus Satz 1.

Wieder gab es einen Wechsel auf der Position des Spielgestalters und eine verwandelte Mannschaft stand auf dem Feld. Druckvolle Aufschläge in die Schnittstellen, eine fast unbesiegbare Feldverteidigung um Libero Martin Krahl und der herzhaft zugreifende Block um Jan und Robert zogen den Tabellenführern den Zahn. Angriffe wurden ein ums andere Mal entschärft und selbst mit hoher Flexibilität und Durchschlagskraft in Punkte verwandelt. Bis zu 10 Punkte Vorsprung erspielte sich unser Team in dieser Spielphase. Am Ende lautete das, für alle überraschende Ergebnis 25:18. Ein Grinsen ging durch das Team und man hatte Blut geleckt. Leider war nun auch der schlafende Riese geweckt und Elbland Coswig ging deutlich engagierter in den folgenden Satz. Wir konnten den guten Start mit 4:1 Punkten leider nicht fortsetzen und ab Mitte des Satzes war der Kräfteverschleiß, nach dem ersten hart umkämpften Spiel, leider deutlich zu spüren. Es fehlte an Präzision, Konzentration und Kommunikation. So ging dieser Satz mit 25:14 verloren.

Die Trainingsgruppe „Gerber“ verlor jedoch nicht den Mut und wollte noch einmal Alles in den vierten Satz legen. Ein 25:9 zeigt jedoch nur allzu deutlich, wie grausam dieses Unterfangen scheiterte. In allen Bereichen unterlegen, zeigte uns der Favorit, warum man unangefochten auf dem Thron Tabellenspitze regiert. Harte Angriffe, gute Blockarbeit und eine exzellente Feldabwehr brachten uns immer wieder in Verlegenheit und Elbland einen ständig wachsenden Vorsprung.

Der hoch verlorenen 4te Satz spiegelt in keinster Weise den Kampf, den Willen und die an diesem Tag immer vorhandene sehr gute Einstellung der II Herren des Dresdner SSV wieder.

Die Kurzauswertung durch die Trainern nach diesem langen Spieltag  fiel sehr positiv aus, jedoch bin ich sicher, dass sie viele Schwachstellen und Probleme erkannt hat und wir in den kommenden 4 spielfreien Wochen hart an diesen arbeiten werden.

Ein Dank geht hier noch an die Autofahrer, an Nici, die uns trotz aller Aufs und Abs nie aufgegeben hat und immer an der Seitenlinie arbeitete und natürlich an dieses TEAM.

Es ist schön zu sehen, dass Ausfälle Einzelner zu jeder Zeit im Spiel adäquat ausgeglichen werden können und jeder für den Anderen kämpft. Überragende Akteure an diesem langen Samstag waren Marcus „Schüchti“ Sturm und unser „Kleiner“ – Libero Martin. Herzlichen Glückwunsch den Beiden zu ihren sehr überzeigenden Leistungen.

Es ist schön, Teil eines solchen Teams zu sein und mit euch zu siegen, aber auch mit Spaß spielen und verlieren zu können.

Es spielten: Alle ;-)   (Matthias, Marcus, André, Robert, Jan, Tobias, Jörg, Martin & Peter)

Vielen Dank und schönes Wochenende!